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Zahnimplantate auch bei Osteoporose?

Zahnimplantate – auch bei Osteoporose?
Sind Zahnimplantate bei Osteoporose ein Risiko?

Viele Patienten sind verunsichert und fragen sich, ob bei einer Osteoporose Erkrankung Zahnimplantate möglich sind. Unsere Redaktion informierte sich bei den beiden dänischen Zahnärzten Dr. med. dent. Benny Moeller und med. dent. Sören Nielsen.

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Osteoporose ist eine weit verbreitete Stoffwechselkrankheit des Knochens. Welche Rolle spielt die Osteoporose bei implantologischen Fragestellungen?

Dr. med. dent. Möller
Mit dem Thema Osteoporose müssen wir uns in der Zahnklinik oft beschäftigen. Meist sind es Patientinnen, aber auch Patienten sind betroffen. Die Osteoporose ist für Zahnimplantate nicht das eigentliche Problem, sondern die Medikamente, die zur Behandlung der Osteoporose verabreicht werden. Diese Medikamente, greifen in den Knochenstoffwechsel ein. Dies kann wiederum zur erhöhtem Infektionsanfälligkeit der Kieferknochen führen. Dies ist das eigentliche Problem.

Med. dent. Nielsen
Wir fragen schon bei der Anamneseerhebung nach Osteoporose. Die Problematik dieser Medikamente ist nicht nur auf die Implantologie beschränkt, sondern auch bei Zahnextraktionen, Parodontitis, Wurzelbehandlungen und Prothesen Druckstellen relevant. Deswegen soll ein Patient während der Anamnese immer seinem Zahnarzt mitteilen, ob er die genannten Medikamente einnimmt oder eingenommen hat. Der Zahnarzt kann dann aufgrund der vorliegenden Situation entscheiden, ob der Patient einer Hochrisikogruppe angehört.

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Warum ist das Wissen über die Nebenwirkungen bei den Medikamenten gegen Osteoporose so wichtig?

Dr. med. dent. Möller
Die Möglichkeit Zahnimplantate zu setzen hängt grundsätzlich von der Höhe der Dosierung und die zeitlichen Zusammenhänge ab. Bei gewissen bösartigen Krankheiten werden die Medikamente sehr hoch dosiert. Dies ist eine absolute Kontraindikation für Implantate. Bei der bei Osteoporose Patienten niedrig dosierten Vergabe reicht oft ein sogenannter „Drug Holiday“ von 3 bis 6 Monaten, um Implantate setzen zu können.


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In wie weit helfen Knochendichtemessungen bei der Planung eines Eingriffes?

Dr. med. dent. Möller
Es liegen soweit mir bekannt keine fundierten Untersuchungen vor, die Knochendichtemessungen als Kriterium in Relation zur Zahnimplantaten setzen. Ich denke nicht, dass sie relevant sind.

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Wie setzen Sie Zahnimplantate bei Patienten, die solche Medikamente einnehmen oder eingenommen haben?

Med. dent. Nielsen
Unter Berücksichtigung der vorher genannten Kriterien soll grundsätzlich eine möglichst atraumatische Operationstechnik eingesetzt werden. Wir verwenden die computerunterstützte und schienengeführte Implantologie, auch sanfte Implantologie genannt. Wir arbeiten seit nunmehr zehn Jahren intensiv mit dieser und haben über 4000 Implantate damit gesetzt. Dieser Methode kommt mit ihrer minimal invasiven, gewebeschonenden Vorgehensweise die Forderung einer atraumatischen Operationstechnik weitest möglich entgegen.

Dr. med. dent. Möller
Laut Universität Zürich ist diese Technik bei umfangreichen Implantatbehandlungen heute der Goldene Standard in der Implantologie.

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Herr Dr. Möller, Herr Nielsen, wir danken für dieses aufschlussreiche Gespräch.

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