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Die 3 Schlangenarten in der Region Basel

Die Aspisviper (Juraviper) ( Vipera aspis aspis) + giftig +

Die Juraviper ist giftig und man darf sie auf keinen Fall anfassen. Das Gift ist stärker als das der Kreuzotter da sie auch grösser und somit schwerer wird. Sie ist aber nicht aggressiv und würde einen Menschen auch nur beißen wenn man sie anfasst oder auf sie tritt. Sie bleibt meist ruhig liegen solange man sich auf Distanz hält und keine schnellen Bewegungen macht.
Sie lebt ausschließlich an warmen trockenen Hängen die z.B aus Steinen Gebüschen, Gras und Waldränder bestehen können. Die Juraviper ist bei uns stark vom Aussterben bedroht. Da ihre Lebensräume isoliert von anderen Populationen liegen und die Lebensräume in denen sie leben zuwachsen und im Schatten verschwinden. Es ist absolut notwendig dass wir die Habitate pflegen und die Büsche und Bäume immer wieder zurück schneiden um eine Verwaldung des Habitats zu verhindern.


Die Schlingnatter oder (Glattnatter) (Coronella austriaca) + ungiftig +

Die Schlingnatter lebt oft im selben Habitat (Lebensraum) wie die Juraviper an trockenen Südhängen im Jura. Sie liebt warme und trockene Lebensräume die mit Steinen und Büschen bewachsen sind. Sie wird leider oft als giftige Schlange identifiziert und tot geschlagen. Sie ist aber ungiftig und harmlos, beim ergreifen beißt sie aber manchmal zu, was aber nicht gefährlich ist.

Die Ringelnatter ( Natrix natrix helvetica) ( Barrenringelnatter) + ungiftig +

Die Ringelnatter ( Natrix natrix helvetica) ist ungiftig und absolut harmlos.Man trifft sie praktisch überall an. In Wäldern,Wiesen an Bächen und auch in Gärten.Sie ist sehr scheu und flieht meist bevor man sie entdeckt.Ergreift man sie,so entlässt sie ein übelriechendes Sekret aus ihrer Afterdrüse.Auch kann sie sich Tod stellen und zusammenrollen.Dabei öffnet sie das Maul und lässt die Zunge heraushängen.Nach einer Weile wenn man sie in Ruhe lässt erwacht sie wieder aus der Starre und schleicht davon.

Schlangen und andere Reptilien als Irrgäste in unseren Gärten

„ Igitt, bei uns im Garten ist eine Schlange!“

Im Sommer und besonders im Monat August, dann wenn die jungen Ringelnattern aus ihren Eiern schlüpfen, trifft man sie wieder vermehrt auch in heimischen Gärten an.

Aber auch schon im Frühling wenn sich viele Jungtiere der Ringelnatter oder der Blindschleiche neue eigene Reviere suchen sind sie öfters zu sehen. Und da wir Menschen nicht selten an sonnigen Südhängen oder an Bächen und Flüssen unsere Häuser bauen, kommt es dann zur Konfrontation mit den verschiedensten Reptilienarten. Nicht immer sind Schlangen und Echsen Irrgäste und gelangen zufällig in unsere Gärten. Nein oft nehmen sie auch gerne die von uns angelegte Steinmauer, das Biotop oder den liegengebliebenen Asthaufen als neuen sekundären Lebensraum an.

Reptilien sind oft Kulturfolger und nutzen die vom Menschen gestalteten Strukturen in der Landschaft aus. So werden extensiv bewirtschaftete Kulturlandschaften oder verwilderte Gärten, so wie trockene von kleinen Büschen bewachsene sonnige Hänge, wie auch Hecken und eben geeignete Gärten als Lebensräume gewählt und dann besiedelt. Bei uns im Dorneck-Thierstein-Laufental sind solche gesichteten Schlangen in Wohnsiedlungen meist halbwüchsige harmlose Ringelnattern.

Beobachtet man eine Schlange regelmässig auf dem privaten Grundstück und stört sich daran, oder hat sogar Angst kontaktiert man am besten eine Fachperson die dann das Tier fachgerecht einfängt und an richtiger Stelle wieder der Natur entlässt. Denn Reptilien sollte man nicht einfach irgendwo wieder aussetzen, sondern am besten mindestens in der Nähe des Fundorts, da sich Schlangen in neuem Umfeld nicht einfach zurechtfinden und dann umherirren und nicht selten dann daran zugrunde gehen.

Reptilien brauchen zum überleben einen Unterschlupf, einen Sonnenplatz, den richtigen Eiablageplatz und eine frostsichere Überwinterungsstelle. Auch die artspezifische Nahrung darf nicht fehlen. In einigen Gemeinden im Baselbiet und Solothurn kommen auch andere Schlangenarten wie die harmlose Schlingnatter oder sogar die giftige Juraviper vor. So sollte man als Laie nie eine Schlange mit blossen Händen anfassen oder einfangen. Auch schlage man keine Schlangen tot, das wäre nicht nur gesetzwidrig sondern auch nicht mehr zeitgerecht und sinnlos. Denn alle Reptilien sind in der Schweiz über das Bundesgesetz geschützt und dürfen nicht gequält oder getötet werden. Die Karch ( Kordinationsstelle für Amphibien und Reptilienschutz –Schweiz) hilft ihnen bei Fragen zum Thema Reptilien gerne weiter und kann sie professionell beraten.

www.karch.ch

Text & Fotos: Daniel Steg - Schlangenexperte Laufental-Thierstein
www.privatepro.ch/aspis68


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