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Die Mauereidechse (Podarcis muralis)

Mauereidechse

Männlich


Die Mauereidechse (Podarcis muralis)

Die Mauereidechse ist mit Sicherheit das bekannteste Reptil in unserer Region. Jeder hat sie schon einmal gesehen, ob in Dörfern an Mauern herumturnend oder in der Natur an den Felswänden wie sie den Wanderer genau beobachtet und nach kurzer Flucht plötzlich wieder aus einer Spalte guckt. Sie ist sehr lebhaft und schnell. Im Frühling ist sie die erste die aus dem Winterquartier hervor kommt und sogar zwischendurch über die Wintermonate wenn es die Temperaturen zulassen.

Die Überwinterungsplätze werden je nach Witterung schon anfangs März verlassen. Danach liefern sich die Männchen untereinander wilde Kämpfe und buhlen dabei um ein Weibchen. Diese sehen meist sehr spektakulär aus, dabei lassen sich die männlichen Echsen oft sogar über kleine Felsen fallen ohne sich dabei zu verletzen. Bei der Paarung im April verbeißt sich das Männchen in die Flanke des Weibchens um sie zu fixieren. Nach einer Tragzeit von etwa 5 Wochen legt dann das Weibchen die Eier an eine warme Stelle unter einem Stein, in Felsspalten oder in selbst gegrabene Höhlen in das lockere Erdreich in ihrem Lebensraum ab. Die Entwicklung der Eier beträgt je nach Temperaturen vier bis sieben Wochen. Die Jungen Mauereidechsen sind bei der Geburt nur etwa 6 cm lang.

Die Mauereidechse ist nicht sonderlich scheu und verhält man sich ruhig, kommt man auch recht nahe an sie heran. Sie gewöhnt sich sehr schnell an den Eindringling und schenkt dem Beobachter dann auch bald ihr Vertrauen.

Die Körperlänge der Echse beträgt um die 18 cm.
Sie ist eine mittelgrosse schlanke und leicht abgeflachte Echse mit langem Schwanz. Der Schwanz kann beim ergreifen der (Echsen) abgeworfen werden. Dieser wächst dann aber wieder nach ( ca.1 mm pro Tag) Der nachwachsende Schwanz ist dann als dunkler Stummel zu erkennen und wird danach auch nicht so lange und spitz nachwachsen wie der natürlich gewachsene Schwanz der Echse.

Färbung der Mauereidechse: Während die Weibchen auf dem Rücken teils nur eine leicht sichtbare dunklere Linie zeigen sind die Männchen gefleckt und die dunklere Linie ist gut sichtbar. Auch oft zu sehen sind bei den Männchen blaue kleine Punkte an den vorderen Flanken. Auffällig bei den Weibchen jedoch ist die braune breite Seitenlinie die unten und oben hell eingegrenzt ist, dies ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal von Männlichen und Weiblichen Tieren.

Lebensraum: Trockene und sonnige steinige Gebiete wie Steinbrüche, Felsfluhre, Weinberge, Trockenwiesen, Bahndämme, Trockenmauern, Ruinen, Gärten oder Waldränder.
Die Nahrung der Mauereidechse besteht vorwiegend aus Insekten, z.B Fliegen, Grashüpfer, Spinnen, Ameisen oder Hundertfüsser.

Aber auch Mauereidechsen haben viele Fressfeinde wie zum Beispiel die verschiedensten Rabenvögel und auch Greifvögel. Ich konnte einmal sogar beobachten dass eine ca. 8 cm lange Mauereidechse von einem Sperling attackiert wurde und sogar vom Boden angehoben wurde. Für Mauereidechsen die in der Nähe von Siedlungsgebieten leben sind bestimmt Katzen die bedrohlichsten Fressfeinde.

Da die Mauereidechse aber nicht vom Aussterben bedroht ist und sich noch immer in der Schweiz gut hält und sich immer weiter verbreitet, ist dies noch keine Bedrohung ihrer Art.
Sie ist nicht menschenscheu und lebt mit uns oft Tür an Tür, was ihr vielleicht dann zugute kommt in einer Welt die von uns Menschen verbaut und beansprucht wird.

Text und Fotos, Daniel Steg

Mauereidechse

männlich

Mauereidechsen

bei der Paarung

Mauereidechse männlich

Mauereidechse

weiblich

Mauereidechse

weiblich

Text & Fotos: Daniel Steg - Schlangenexperte Laufental-Thierstein
www.privatepro.ch/aspis68


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